Transformationsreise X – Wertschätzung ist kein Gefühl

Shownotes

Teil 10 der Transformationsreise – und der stillste bisher.

Dankbarkeit kennen wir. Aber Wertschätzung geht tiefer. Sie braucht Präsenz. Sie fragt nicht nur „bin ich dankbar?“ – sie fragt: Was sehe ich hier, das ich vorher nicht gesehen habe?

In dieser Folge spreche ich über Witnessing – das aktive Zeuge-Sein des eigenen Lebens – und warum diese Praxis buchstäblich neue neuronale Verbindungen schafft. Gerade wenn der Körper laut ist, gerade wenn MS sich bemerkbar macht, ist Wertschätzung kein Luxus. Sie ist ein Anker.

Ich teile auch eine persönliche Geschichte – keine MS-Geschichte diesmal, sondern ein Infekt, mein Körper, und was passiert, wenn du anfängst, wirklich mit ihm zu sprechen statt gegen ihn.

Das erwartet dich in dieser Folge: Warum Wertschätzung und Dankbarkeit nicht dasselbe sind Was Witnessing bedeutet und wie du es im Alltag übst Die Stunden-Übung: klein, machbar, wirkungsvoll Wie Wertschätzung von einer Praxis zur Identität wird

Chronisch krank heißt nicht chronisch blind für das, was trägt.

VERNETZT BLEIBEN Instagram: @birthe.meyerrosina_ryvanova LinkedIn: @BirtheMeyerRosina E-Mail: birthe@ryvanova.de


Der Podcast, der von meiner Reise in ein freies, selbstbestimmtes und gesünderes Leben erzählt. Sei gespannt und erfahre, wie auch du in deine Wohlfühlwelt eintauchen kannst.

Ich bin Birthe und die Stimme hinter diesem Podcast.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Hannover. Schon bevor ich im Alter von 16 Jahren für ein prägendes Highschool-Jahr nach Texas gehen sollte, war klar: Ich will mal was mit Reisen machen. Gesagt, getan. Nach dem Abi machte ich eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau, legte später noch ein Eventmanagement-Studium obendrauf.

Touristik, Gastronomie, Hotellerie, Event… Das war 25 Jahre meine glitzernde Partywelt, mein zu Hause. Meine eigene kleine Eventagentur, die ich seit 2012 führte dann meine Krönung. Verliebt, verlobt, verheiratet…lebe ich seit 2003 in Bayern mit Mann und Kindern.

Dies die glänzende Seite meiner Medaille. Aber es gab auch eine andere: Diagnose einer Autoimmunerkrankung (Multiple Sklerose), Panikattacken, gescheiterte Beziehungen, Jobverluste und immer wieder gesundheitliche Herausforderungen.

Und finally: Die Covid-Welle… meine Chance für einen Neubeginn! Über das Empfehlungsmarketing hat sich mir das Riesenfeld der Persönlichkeitsentwicklung aufgetan. Da bin ich hängengeblieben. In 2024 durfte ich meine Ausbildung zum Holistic LifeCoach und MindBodyPractitioner abschließen.

Ich freue mich, heute Frauen mit Multipler Sklerose (MS) auf ihrem Weg zu einem ganzheitlich gesunden, kraftvollen Leben zu begleiten – mit Klarheit, Balance und einer starken Vision für die Zukunft.

Du fragst dich vielleicht:

  • Wie kann ich mein Leben mit MS aktiv und selbstbestimmt gestalten?
  • Wo ist mein Platz, wenn plötzlich alles anders ist?
  • Wie finde ich zurück zu meiner Energie, meinen Träumen – zu mir?

Dann bist du hier goldrichtig.
In meinem Podcast und meiner Arbeit bei RyvaNova unterstütze ich dich mit Coaching, Tools und Community – damit du dich wieder selbst an erste Stelle setzt.

Für ein Leben in Balance.
Mit Leichtigkeit.
Und ganz nach deinen eigenen Vorstellungen. 💛

💫 Mehr über mich & meine Angebote findest du hier:
👉 Instagram: https://www.instagram.com/birthe.meyerrosina/
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Ich freu mich auf dich!
Deine Birthe
🌀 Gründerin von RyvaNova – The Global MS Movement

Transkript anzeigen

00:00:00: (Transkribiert von TurboScribe. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.) Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge

00:00:02: von Way2Wellness.

00:00:04: Wir sind schon bei Teil 10 der Transformationsreise

00:00:07: und heute möchte ich mit einer ehrlichen Frage

00:00:10: beginnen.

00:00:11: Wann hast du zuletzt wirklich hingeschaut?

00:00:15: Nicht fotografiert mit dem Handy, ja wir schauen

00:00:18: ja ganz oft nur durch unsere Linse.

00:00:20: Da ertappe ich mich leider auch selbst immer

00:00:22: wieder dabei.

00:00:23: Auch nicht bewertet, boah guck mal die Alte,

00:00:26: was die schon wieder an hat.

00:00:27: Nein, sondern einfach gesehen was ist.

00:00:31: Das Gras ist grün, boah da sprießen ja

00:00:34: gerade so viele tolle Knospen.

00:00:38: Was auch immer, auf jeden Fall ist das

00:00:40: das Thema heute.

00:00:42: Dankbarkeit haben wir bereits angeschaut in der letzten

00:00:45: Transformationsreisen Folge Teil 9 und Dankbarkeit kann schnell

00:00:51: gehen, ja das kann so ein kurzes, ich

00:00:53: bin dankbar für und so weiter.

00:00:57: Einfach mal schnell auch sein, ja ich bin

00:01:00: so dankbar, dass heute die Sonne scheint.

00:01:02: Ich bin dankbar für das leckere Essen, whatever.

00:01:06: Wertschätzung funktioniert anders und darum geht es.

00:01:11: Wertschätzung ist nämlich kein Gefühl, sondern es ist

00:01:13: so ein Akt des Sehens, ja sie braucht

00:01:16: Präsenz.

00:01:18: Sie fragt nicht nur, bin ich dankbar, sie

00:01:21: fragt, was genau sehe ich hier, dass ich

00:01:25: vorher nicht gesehen habe.

00:01:28: Das ist ein anderer Modus.

00:01:30: Es ist ein bisschen ähnlich wie Achtsamkeit, ja.

00:01:34: Es gibt ein Wort, das ich aber noch

00:01:37: mehr damit verknüpfe und das ich auf dieser

00:01:39: Reise immer wieder mitgenommen habe.

00:01:40: Im Englischen ist es Witnessing, Zeuge sein.

00:01:44: Du bist der Zeuge von dem, was passiert.

00:01:47: Du analysierst nicht, du benennst nicht und du

00:01:49: löst nicht, sondern du nimmst einfach erst mal

00:01:51: wahr, was ist.

00:01:54: Ein Objekt, ein Raum, das Licht, wie etwas

00:02:00: existiert ohne Anstrengung.

00:02:04: Das klingt zwar passiv, ist es aber nicht.

00:02:08: Witnessing ist aktives Präsenzsein.

00:02:13: Es kostet Aufmerksamkeit, nämlich die echte Art von

00:02:16: Aufmerksamkeit.

00:02:18: Du musst dir vorstellen, es ist so ein

00:02:20: Zeuge, wie ein Zeuge zu sein.

00:02:22: Du bist ein Zeuge von einem Unfall.

00:02:24: Das heißt, du hast eine aktive Aufmerksamkeit und

00:02:28: das Ganze darfst du jetzt einfach mal ummünzen

00:02:30: auf eine nicht ganz so aufregende Situation vielleicht,

00:02:33: wie einen Unfallzeuge zu sein, sondern auf deinem

00:02:37: Alltag.

00:02:38: Wenn du Aufmerksamkeit dann noch mit positiver Emotion

00:02:41: verbindest, entstehen komplett neue neuronale Verbindungen.

00:02:46: Du trainierst dein Gehirn buchstäblich darin, einfach mehr

00:02:49: zu sehen.

00:02:51: Du siehst mehr Sicherheit, mehr Schönheit, mehr Halt

00:02:55: und nicht, weil plötzlich alles besser ist.

00:02:58: Nein, nein, nein, sondern weil sich deine Wahrnehmung

00:03:01: verändert und das ist nicht irgendeine Selbsthilfeformel, die

00:03:06: ich mir ausgedacht habe, sondern das ist pure

00:03:08: Neuroplastizität.

00:03:11: Gerade mit MS-Ladies und Gentlemen natürlich auch,

00:03:16: weiß ich ja, wie laut unser Körper sein

00:03:18: kann, wie laut mein Körper sein kann.

00:03:21: An manchen Tagen schreit er förmlich und dann

00:03:24: ist Wertschätzung das Letzte, wonach mir zumindest der

00:03:28: Sinn steht, ja.

00:03:31: Aber ich habe gemerkt, gerade dann ist sie

00:03:34: am wirkungsvollsten.

00:03:39: Nicht, weil sie unbedingt das Problem löst, sondern

00:03:43: weil dein Fokus sich verschiebt.

00:03:45: Ich möchte mal eine kleine Geschichte erzählen, die

00:03:46: jetzt gar nicht so viel mit MS zu

00:03:48: tun hat, sondern mit einem Infekt, der in

00:03:49: unserer Familie rumgegangen ist und der auch mich

00:03:53: drohte, lahm zu legen.

00:03:55: Und ich lag im Bett und hatte solche

00:03:56: Bauchkrämpfe und dachte die ganze Zeit nur, mein

00:04:00: wunderbarer Körper, was du alles für mich leistest,

00:04:03: wenn du es jetzt noch schaffst, diesen Infekt

00:04:04: von mir abzuwenden, bitte schick das Erbrechen weg,

00:04:10: bitte schick den Durchfall weg, lass mir, wenn

00:04:14: es notwendig ist und ich irgendwas aus meinem

00:04:16: Körper raus haben muss, ein kleines Fieber kommen,

00:04:20: aber bitte, bitte arbeite mit mir zusammen.

00:04:23: Und das habe ich über Stunden gesagt und

00:04:25: ich habe meinen Körper, mit meinem Körper gesprochen.

00:04:28: Ich habe meinen Körper gewertschätzt und habe gesagt,

00:04:31: du bist so toll, du hast, du bist

00:04:32: so stark, du hast so viel Kraft, wir

00:04:34: haben schon so viel miteinander durchgemacht und du

00:04:37: magst das jetzt vielleicht für Spooky halten, aber

00:04:40: es hat funktioniert.

00:04:41: Es hat funktioniert.

00:04:43: Ja, ich bin nicht wirklich krank geworden.

00:04:46: Ich war schlapp, ich war k.o., ich

00:04:47: war fertig, aber das Schlimmste ist an mir

00:04:50: vorbeigezogen und das kannst du auch, wenn du

00:04:56: einen Schuh passt, machen.

00:04:57: Ja, ich weiß, das ist nicht einfach und

00:05:00: das konnte ich auch ganz, ganz lange überhaupt

00:05:01: nicht und es ist ein Prozess, ja, aber

00:05:09: wenn du einen Moment lang innehältst und fragst,

00:05:13: was trägt mich gerade, was hält mich, wenn

00:05:20: du daran denkst, was positiv ist, das Licht

00:05:22: vielleicht.

00:05:23: Ich habe die Vögel zwitschern gehört an diesem

00:05:24: Morgen, wo es mir nicht gut ging.

00:05:27: Ich habe den Wind gespürt, der durchs offene

00:05:29: Fenster kam, die Stille oder es ist vielleicht

00:05:34: einfach die Wärme von einer Tasse Tee in

00:05:36: deinen Händen, wenn du k.o. auf der

00:05:37: Couch sitzt und dein Körper mal wieder nicht

00:05:40: so wollte wie du und das ist dann

00:05:42: auch kein Wegschauen, sondern das ist ein Anker

00:05:44: und letztes Mal haben wir ja so eine

00:05:48: Mini, Mini, habe ich euch so eine Mini

00:05:50: -Aufgabe mitgegeben, einfach mal für so einen Moment

00:05:54: und jetzt möchte ich dich zu einer noch

00:05:55: etwas größeren Übung einladen und zwar etwas, was

00:05:59: ich auch selbst ausprobiert habe und das mich

00:06:01: wirklich überrascht hat, weil es vieles verändern kann

00:06:03: und zwar ist es dieses Prinzip, einmal pro

00:06:06: Stunde innezuhalten.

00:06:08: Du kannst dir dafür einen Wecker stellen, ja.

00:06:11: Ich weiß, wenn du im Job bist, mag

00:06:12: das schwierig sein, aber du gehst ja auch

00:06:14: vielleicht einmal die Stunde aufs Klo, was dir

00:06:17: ja sowieso zustehen sollte oder du machst das

00:06:19: Fenster auf und ich habe das immer mal

00:06:21: so getaktet, dass ich z.B. auf 50

00:06:23: gestellt habe und dann für 10 Minuten innegehalten

00:06:26: habe.

00:06:26: Das ist sehr lang, das weiß ich, das

00:06:27: kann nicht jeder machen, aber darum geht es

00:06:29: auch gar nicht.

00:06:29: Du kannst auch einfach für zwei Minuten innehalten

00:06:31: oder für eine.

00:06:32: Nur einen Moment vielleicht sogar, einen Atemzug und

00:06:36: das einfach noch mal ein bisschen upgraden zu

00:06:38: dem, was wir in Teil 9 gemacht haben

00:06:40: mit einmal am Morgen.

00:06:41: Einmal jede Stunde und wirklich etwas in deiner

00:06:44: Umgebung wahrnehmen.

00:06:48: Was fällt dir auf?

00:06:50: Was ist an diesem Ding, dieser Stille, diesem

00:06:54: Moment, was du vorher nicht bemerkt hast?

00:06:58: Wir sind so trainiert, schnell zu filtern, sagen

00:07:01: bam, bam, bam, die alte, die gefällt mir

00:07:02: nicht, die passt nicht, die Haarfarbe passt nicht.

00:07:05: Der Typ da drüben, wie der ausschaut, ich

00:07:09: weiß nicht, das ist bestimmt so ein Schnopp.

00:07:13: Nee, das Geschäft, ich weiß nicht, mit dem

00:07:15: Namen, das kann kein guter Laden sein.

00:07:18: Wir filtern so schnell und meistens negativ und

00:07:20: das ist so traurig.

00:07:25: Schau also einfach mal, schau einfach mal, Tisch,

00:07:31: ja, Beispiel, ich sehe Tisch und weiter oder

00:07:35: ich finde es ja noch viel cooler aus

00:07:37: dem Fenster zu schauen.

00:07:39: Ich sehe einen Vogel, wunderschön, ich habe einen

00:07:42: Vogel gesehen, er ist geflogen, ist das nicht

00:07:43: toll?

00:07:44: Ich meine ein Lebewesen und weiter und diese

00:07:47: kleine Pause unterbricht einfach deinen Alltag.

00:07:55: Lass einfach mal kurz innehalten und frag dich,

00:07:59: was schätzt du eigentlich, so ohne Grund, was

00:08:01: schätzt du?

00:08:03: Nicht weil es verdient wäre, nicht weil es

00:08:06: sich gehört, sondern einfach so, wie zum Beispiel

00:08:09: eben diesen Frühling, die Knospen an den Bäumen.

00:08:14: Ich habe gestern Vorgärten gesehen, mit wunderschönen Tulpen.

00:08:18: Das schätze ich, nicht weil es mir gehört

00:08:21: oder weil ich es irgendwie verdient habe, sondern

00:08:24: weil es da ist und weil es schön

00:08:25: ist, einfach so.

00:08:27: Und genau solche Momente retrainieren das Gehirn auf

00:08:30: einen Zustand, auf einen neutralen oder, wenn es

00:08:35: gut ist, sogar positiven Zustand und nicht auf

00:08:37: eine Reaktion.

00:08:42: Und irgendwann kippt dann auch dieses Negative.

00:08:49: Wertschätzung wird dann nicht mehr das, was du

00:08:51: machst, sondern sie wird etwas, das du bist.

00:08:56: Das gehört dann, wird zum Teil zu deiner

00:08:58: Identität, dass du jemand bist, der Dinge wertschätzt.

00:09:11: Ich bin jemand, der

00:09:21: wirklich wahrnimmt.

00:09:23: Ich nehme den Duft des Essens wahr.

00:09:26: Ich nehme wahr, wenn mir mein Postbote ein

00:09:30: Kompliment macht.

00:09:32: Ich nehme wahr, wenn meine Autoheizung funktioniert.

00:09:37: Es können tausend Sachen sein und das alles

00:09:40: beginnt mit einem Moment, einem Fenster in deinem

00:09:43: Tag, einem Lichtstrahl und deinem eigenen Atem.

00:09:50: Und dieser Teil 10 von der Transformationsreise ist

00:09:54: von allen der stillste bisher.

00:09:57: Ist der stillste Teil der Reise.

00:09:59: Aber du weißt ja, dass Stille ihre eigene

00:10:01: Kraft hat.

00:10:03: Und wenn du heute nur eine Sache mitnimmst,

00:10:07: dann einmal hinhalten, wirklich hinschauen, ohne Erwartung.

00:10:14: Das reicht.

00:10:15: Das reicht total.

00:10:17: Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei, viel

00:10:19: Erfolg, viel Freude.

00:10:21: Ich freue mich natürlich auch immer auf deine

00:10:22: Rückmeldung, wenn du mir sagst, wie das für

00:10:25: dich funktioniert und wie du auch mit dieser

00:10:27: Transformationsreise vorankommst, wie sie dir gefällt, was du

00:10:30: daraus mitnimmst.

00:10:32: Und ich freue mich schon sehr, wenn du

00:10:33: auch nächste Woche wieder einsteigst zur neuen Folge

00:10:37: von Way2Wellness.

00:10:39: Und für heute bin ich wie immer deine

00:10:41: Berte.

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