Transformationsreise IV - Raus aus dem Überlebensmodus

Shownotes

In dieser Folge des Podcasts Way to Wellness spricht Birthe Meyer-Rosina über den sogenannten Überlebensmodus – einen Zustand chronischer Nervensystem-Aktivierung, der bei Frauen mit Multipler Sklerose (MS) besonders häufig vorkommt.

Viele Betroffene leben unbewusst in Daueranspannung: Körper-Scanning, Kontrollbedürfnis, Hyper-Unabhängigkeit und permanente Wachsamkeit gegenüber möglichen Schüben.

Aus neurobiologischer Sicht bedeutet das: Ein Nervensystem im Alarmmodus kann nicht gleichzeitig regulieren.

Birthe erklärt: • wie sich Survival-Muster im autonomen Nervensystem verankern • warum chronische Stressaktivierung Entzündungsprozesse beeinflussen kann • weshalb eine „MS-Fighter“-Identität zusätzliche Anspannung erzeugt • und wie Regulation durch bewusstes Empfangen beginnt

Mit einer angeleiteten Übung zur somatischen Selbstregulation lernst du, dein Nervensystem sanft aus dem Überlebensmodus zu führen – körperorientiert und wissenschaftlich fundiert.

Diese Folge verbindet persönliche Erfahrung mit fundiertem Wissen über Stressphysiologie, autonome Regulation und chronische Erkrankungen.

Du musst nicht kämpfen, um zu heilen.

Regulation beginnt im Zulassen.

Der Podcast, der von meiner Reise in ein freies, selbstbestimmtes und gesünderes Leben erzählt. Sei gespannt und erfahre, wie auch du in deine Wohlfühlwelt eintauchen kannst.

Ich bin Birthe und die Stimme hinter diesem Podcast.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Hannover. Schon bevor ich im Alter von 16 Jahren für ein prägendes Highschool-Jahr nach Texas gehen sollte, war klar: Ich will mal was mit Reisen machen. Gesagt, getan. Nach dem Abi machte ich eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau, legte später noch ein Eventmanagement-Studium obendrauf.

Touristik, Gastronomie, Hotellerie, Event… Das war 25 Jahre meine glitzernde Partywelt, mein zu Hause. Meine eigene kleine Eventagentur, die ich seit 2012 führte dann meine Krönung. Verliebt, verlobt, verheiratet…lebe ich seit 2003 in Bayern mit Mann und Kindern.

Dies die glänzende Seite meiner Medaille. Aber es gab auch eine andere: Diagnose einer Autoimmunerkrankung (Multiple Sklerose), Panikattacken, gescheiterte Beziehungen, Jobverluste und immer wieder gesundheitliche Herausforderungen.

Und finally: Die Covid-Welle… meine Chance für einen Neubeginn! Über das Empfehlungsmarketing hat sich mir das Riesenfeld der Persönlichkeitsentwicklung aufgetan. Da bin ich hängengeblieben. In 2024 durfte ich meine Ausbildung zum Holistic LifeCoach und MindBodyPractitioner abschließen.

Ich freue mich, heute Frauen mit Multipler Sklerose (MS) auf ihrem Weg zu einem ganzheitlich gesunden, kraftvollen Leben zu begleiten – mit Klarheit, Balance und einer starken Vision für die Zukunft.

Du fragst dich vielleicht:

  • Wie kann ich mein Leben mit MS aktiv und selbstbestimmt gestalten?
  • Wo ist mein Platz, wenn plötzlich alles anders ist?
  • Wie finde ich zurück zu meiner Energie, meinen Träumen – zu mir?

Dann bist du hier goldrichtig.
In meinem Podcast und meiner Arbeit bei RyvaNova unterstütze ich dich mit Coaching, Tools und Community – damit du dich wieder selbst an erste Stelle setzt.

Für ein Leben in Balance.
Mit Leichtigkeit.
Und ganz nach deinen eigenen Vorstellungen. 💛

💫 Mehr über mich & meine Angebote findest du hier:
👉 Instagram: https://www.instagram.com/birthe.meyerrosina/
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Ich freu mich auf dich!
Deine Birthe
🌀 Gründerin von RyvaNova – The Global MS Movement

Transkript anzeigen

00:00:00: (Transkribiert von TurboScribe.ai. Upgrade auf Unbegrenzt, um diese Nachricht zu entfernen.) Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge

00:00:02: deiner Transformationsreise hier im Way2Wellness.

00:00:07: Ich bin's, deine Birte.

00:00:08: Heute wird es ganz schön ehrlich und vielleicht

00:00:12: auch ein bisschen unbequem, denn wir sprechen heute

00:00:14: über etwas, das viele von uns ja erst

00:00:17: mal gar nicht so bemerken und zwar den

00:00:18: Überlebensmodus.

00:00:21: Wenn wir Survival hören, ja, dann denken wir

00:00:24: erst mal an so extreme Situationen, dann denken

00:00:26: wir an den coolen Typen, der im Urlaub

00:00:29: in den Dschungel fliegt und da so ein

00:00:30: Survival-Training macht oder an das Mädel, was

00:00:33: alleine im Segelboot den Atlantik überquert.

00:00:37: Survival kann auch die Alpenüberquerung sein oder irgendwas

00:00:42: anderes, meist körperliches, ja.

00:00:45: Und dieses kleine Survival aber an das denken

00:00:50: wir nicht, denn Survival ist auch immer stark

00:00:55: sein zu müssen.

00:00:57: Survival ist auch alles alleine schaffen.

00:01:00: Es ist auch niemanden belasten wollen.

00:01:03: Immer vorbereitet sein auf den nächsten Schub ist

00:01:06: auch Survival.

00:01:07: Genauso wie auf den nächsten Rückschlag oder auf

00:01:11: den nächsten Kontrollverlust.

00:01:13: Und gerade mit MS kenne ich dieses im

00:01:17: Dauer Scanning vom Körper, Dauerscanning von der Umgebung

00:01:24: nur zu gut und ich denke du, wenn

00:01:26: du auch mit MS diagnostiziert bist, auch.

00:01:29: Wie fühlt sich mein Bein heute an?

00:01:32: Ist irgendwie so ein komisches Gefühl, ist das

00:01:34: ein Kribbeln oder ist das normal?

00:01:38: Bin ich nur müde oder habe ich jetzt

00:01:40: doch Fatigue?

00:01:42: Kommt da was, ja?

00:01:44: Das ist kein Drama, sondern das ist ein

00:01:47: Nervensystem, was letzten Endes gelernt hat, immer wachsam

00:01:51: zu bleiben, immer angespannt zu bleiben und vorbereitet.

00:01:58: Und ganz ganz viele Survival Muster wählen wir

00:02:02: gar nicht bewusst.

00:02:03: Das finde ich so krass.

00:02:05: Sie entstehen ja auch durch Dinge in der

00:02:08: Familie.

00:02:09: Beispiel die Oma, die immer sagt, aber sei

00:02:11: schön vorsichtig, wenn du über die Straße gehst.

00:02:14: Das speichert sich.

00:02:15: Du gehst vorsichtig über die Straße.

00:02:18: Das mag im ersten Moment positiv sein, kann

00:02:20: aber auch später dazu führen, dass du ängstlich

00:02:22: bist.

00:02:24: Es ist eben nicht nur die Familie, es

00:02:25: sind auch gesellschaftliche Narrative.

00:02:27: Das sind Sachen wie, keine Ahnung, mit den

00:02:33: Russen ist nicht zu spaßen.

00:02:36: Das ist so, das haben sie uns als

00:02:37: Kinder ja schon erzählt, als Deutschen.

00:02:40: Es sind Sachen, die sich bei uns einprägen

00:02:43: und die wir ungewollt aufnehmen.

00:02:45: Es ist die Leistungskultur.

00:02:47: In der Schule, das Bewertetwerden, Rotstift ab der

00:02:51: ersten Klasse.

00:02:52: Was macht das mit einem Menschen?

00:02:55: Es sind medizinische Prognosen.

00:02:57: Ich erzähle euch mal, wie ich meine Prognose

00:02:59: damals bekommen habe.

00:03:00: Vielleicht habe ich es ja auch schon mal

00:03:01: erzählt, aber es war nicht gerade sehr, wie

00:03:04: soll ich sagen, einfühlsam.

00:03:07: Ich war nach mehreren Untersuchungen beim Orthopäden und

00:03:11: hatte nach wie vor Beschwerden mit meinen Beinen.

00:03:16: Irgendwann guckt er mich an und sagt, ich

00:03:17: glaube, ich kann ihnen überhaupt nicht helfen.

00:03:19: Sie haben glaube ich MS. Ich überweise sie

00:03:22: mal zum Neurologen und ich war überhaupt nicht

00:03:25: darauf vorbereitet, was ist MS. Das kam mir

00:03:28: ganz gefährlich vor.

00:03:29: Man hat das schon mal so ein bisschen

00:03:30: gehört oder ich hatte das so ein bisschen

00:03:31: gehört.

00:03:32: Ich war einen Tag vor den Kopf gestoßen

00:03:35: und auch das speichert sich ab.

00:03:37: Medien, wir lesen so viel Schrott.

00:03:39: Ich erwische mich ja selbst, aber ich versuche

00:03:41: das auch wirklich zu reduzieren.

00:03:42: Ich schaue keine Nachrichten mehr im deutschen Fernsehen.

00:03:44: Ich lese Sachen in Zeitungen oder im Internet

00:03:48: von Seiten, denen ich vertraue.

00:03:50: Aber überleg doch mal, wenn du dir permanent

00:03:52: diese negativen Sachen reinziehst, was das mit dir

00:03:55: macht?

00:03:57: Es werden wiederholte Angstmuster und wir sind da

00:04:01: ganz speziell drauf programmiert.

00:04:03: Die German Angst gibt es ja nicht umsonst.

00:04:06: Wir lassen uns ganz schnell in diese Angst

00:04:09: versetzen und entscheiden gar nicht mehr selbst, weil

00:04:11: wir im Kollektiv einfach getriggert werden, insbesondere von

00:04:15: den Medien, finde ich.

00:04:17: Also wenn du dich da einklingst, du darfst

00:04:21: es ja auch lassen.

00:04:22: Niemand sagt dir, dass du um 20 Uhr

00:04:23: die Tagesschau gucken musst.

00:04:25: Das Schlimme ist ja, wenn die Angst sich

00:04:28: oft genug wiederholt und wiederholt wird von dir,

00:04:34: von deinem System, dann behandelt dein Nervensystem irgendwann

00:04:37: sie wie die Wahrheit.

00:04:39: Das ist echt krass.

00:04:41: Und das ist genauso wie, wenn Kampf normalisiert

00:04:43: wird.

00:04:44: Wenn das für dich normal ist zu kämpfen,

00:04:47: wird es irgendwann zum Stück deiner Identität.

00:04:50: Und irgendwann denkst du nicht mehr, ich kämpfe,

00:04:55: sondern du denkst, ich bin so.

00:04:59: Und gerade mit einer chronischen Erkrankung verschiebt sich

00:05:01: da oft was ganz, ganz Grundlegendes.

00:05:04: Du beginnst einfach nach und nach deinem Körper

00:05:06: weniger zu vertrauen.

00:05:09: Und deine Kontrolle, diese Kontrolle, okay, ich habe

00:05:12: das gemacht, ich habe das gemacht, okay, wenn

00:05:14: ich jetzt diese Straße langgehe, da kenne ich

00:05:16: mich aus, da weiß ich, wie der Fußweg

00:05:19: ist.

00:05:20: Diese Kontrolle wird zu deinem Sicherheitsanker.

00:05:26: Oft übertreiben wir auch dann.

00:05:29: Wir werden hyper-unabhängig.

00:05:30: Ich kann das alleine.

00:05:32: Ich mache alles selbst.

00:05:34: Wir wollen bloß keine Schwäche zeigen.

00:05:37: Aber auch hier gibt es eine unbequeme Wahrheit.

00:05:40: Ein Körper in Daueranspannung heilt nicht optimal.

00:05:45: Und ein Nervensystem in Alarmbereitschaft im Alarmmodus empfängt

00:05:48: keine Regulation.

00:05:53: Und dann wird das Empfangen schwierig.

00:05:57: Und die eigentliche Frage, die wir uns stellen

00:05:59: dürfen, ist, ist es sicher für dich, Unterstützung

00:06:05: zu empfangen?

00:06:08: Ich meine, nicht nur rational, nicht nur jemand,

00:06:10: der dir Mut und Ratschlag gibt, der dir

00:06:12: sagt, probier mal diese Therapie, sondern auch körperlich.

00:06:17: Unterstützung.

00:06:19: Ist es sicher für dich, dich halten zu

00:06:21: lassen?

00:06:22: Ist es sicher, nicht alles selbst zu tragen?

00:06:26: Fühlst du dich auch noch sicher, wenn es

00:06:28: leicht wird?

00:06:30: Viele sagen, ja klar.

00:06:32: Aber der Körper sagt, Vorsicht, dann bist du

00:06:34: ja nicht mehr in Charge.

00:06:36: Und bevor ich gleich eine kleine Übung mit

00:06:38: dir mache, möchte ich dir noch eine Geschichte

00:06:41: erzählen von mir selbst, wo ich das wieder

00:06:43: ganz stark gemerkt habe.

00:06:45: Ich war letztes Jahr im Ende September auf

00:06:47: einem ganz, ganz tollen Retreat auf Mallorca.

00:06:51: Und mir ging es vor der Abreise nicht

00:06:55: so gut.

00:06:56: Ich bin aus meiner Heimatstadt Hannover dahin geflogen

00:06:59: und war vorher auf der Beerdigung meines Lieblingsonkels

00:07:03: und habe Magenprobleme, Darmprobleme bekommen.

00:07:08: Wirklich einen Tag vorher.

00:07:10: Ich habe den Flug, ich habe das Retreat

00:07:13: abgesagt, um es nach einem halben Tag wieder

00:07:17: zuzusagen, weil ich gemerkt habe, nein, ich falle

00:07:19: wieder in dieses alte Muster.

00:07:21: Mein Körper weigert sich, weil er sich nicht

00:07:22: sicher fühlt.

00:07:25: Ich mache das jetzt, was ich aber nun

00:07:30: malerweise auch gemacht habe.

00:07:32: Und das ist jetzt dieser Umkehrschluss und das

00:07:33: ist total spannend.

00:07:35: Ich habe dann so eine Trotzreaktion gehabt.

00:07:37: Ich mache das jetzt, ich schaffe das alleine,

00:07:39: ich mache das schon und habe in dem

00:07:41: Zug auch meinen Service storniert, das heißt den

00:07:45: Flughafenservice für Menschen mit Behinderung.

00:07:48: Habe ich storniert, weil ich dachte, entweder schaffst

00:07:51: du das jetzt komplett oder gar nicht.

00:07:53: Und das war so bescheuert, ja.

00:07:55: In Hannover ging das ja noch.

00:07:57: Der Flughafen ist klein.

00:07:59: Auch da musste ich mordslange anstehen, aber okay,

00:08:02: es war okay.

00:08:02: Ich konnte mich dann direkt in den Wartebereich

00:08:05: setzen, das war alles okay.

00:08:07: Aber auf Mallorca, falls du diesen Flughafen kennst,

00:08:10: der ist riesig, ja.

00:08:13: Und auf dem Hinflug ging es noch, aber

00:08:16: auf dem Rückflug habe ich echt gelitten, denn

00:08:17: da wurde dreimal mein Geld verlegt und ich

00:08:19: hatte keinen Service und ich habe die ganzen

00:08:21: Leute gesehen, Leute, die teilweise viel besser laufen

00:08:24: konnten als ich, die in so einem netten

00:08:26: Wegelchen gebracht wurden oder auf diesem Hubauto.

00:08:31: Manche wurden auch im Rollstuhl geschoben.

00:08:32: Es gab wahnsinnig viele Menschen, die das in

00:08:34: Anspruch genommen haben und ich dachte, wie bescheuert

00:08:36: bist du eigentlich.

00:08:38: Ich konnte irgendwann echt nicht mehr.

00:08:39: Ich habe ständig Pausen machen müssen und da

00:08:42: ist mir klar geworden, dass weder das eine

00:08:44: Extrem noch das andere Extrem richtig ist und

00:08:46: es auch gar nicht förderlich ist.

00:08:49: Es ist weder richtig, dem Körper das Kommando

00:08:51: zu überlassen, wenn er dich wieder mal zurückziehen

00:08:54: und warnen will, sondern da darf dann unser

00:08:56: Geist einspringen und sagen, hey, pass mal auf,

00:08:59: denk mal rational, ist das jetzt wirklich schlecht

00:09:02: oder gefährlich?

00:09:03: Nein, du hast Unterstützung.

00:09:04: Andere Menschen machen das auch.

00:09:06: Und dann aber in dem Moment diese Unterstützung

00:09:08: auch anzunehmen und nicht wieder drüber zu gehen

00:09:10: und zu sagen, ich kann das alles alleine.

00:09:14: Das nur mal so für dich als kleiner

00:09:17: Einblick, dass auch mir sowas nach wie vor

00:09:18: passiert, aber inzwischen merke ich es zumindest.

00:09:20: Und ich habe mir geschworen, ich fliege nie

00:09:22: wieder ohne Service.

00:09:24: Ist doch toll, dass es das geht.

00:09:26: Genauso wie ich nicht mehr ohne meine Stöcker

00:09:28: in Urlaub fahre.

00:09:29: Oder ohne eine Orthese vielleicht.

00:09:32: Aber jetzt.

00:09:34: Eine Katze miaut vor der Tür, vielleicht hörst

00:09:36: du es.

00:09:36: Kann ich leider nicht ändern.

00:09:37: Ich musste sie aussperren, sie ist hier auf

00:09:39: dem Schreibtisch rumgesprungen.

00:09:41: Jetzt möchte ich aber mit dir ein bisschen

00:09:43: zur Ruhe kommen und würde dich bitten, eine

00:09:47: Hand auf dein Herz zu legen und eine

00:09:49: auf deinen Bauch.

00:09:51: Und dreimal ganz langsam ein- und auszuatmen.

00:10:06: Und dann sag ganz leise, es ist sicher

00:10:11: für mich zu empfangen.

00:10:15: Spür nach.

00:10:19: Wird es warm?

00:10:22: Wird es vielleicht eng?

00:10:26: Kommt Widerstand?

00:10:29: Kommt Traurigkeit?

00:10:34: Weißt du, es gibt hier kein richtig oder

00:10:35: falsch.

00:10:36: Es gibt nur Informationen.

00:10:39: Und es ist wichtig, diese Informationen zu entwirren

00:10:42: und nicht zu bekämpfen.

00:10:46: Denn heute geht es nicht darum, Survival zu

00:10:49: bekämpfen.

00:10:51: Es geht darum, die Zustimmung zurückzuziehen.

00:10:55: Du musst niemandem die Schuld geben.

00:10:58: Aber du darfst sagen, dieses Angstprogramm, das gehört

00:11:02: nicht mehr zu mir.

00:11:04: Und ich muss nicht kämpfen, um zu existieren.

00:11:07: Ich darf unterstützt werden.

00:11:13: Du darfst dich also lösen von Narrativen, die

00:11:14: dir beigebracht haben, das Leben ist unsicher.

00:11:18: Unterstützung muss ich mir erst verdienen.

00:11:21: Kämpfen ist notwendig.

00:11:22: Ja, wir nennen uns auch gerne MS-Fighter,

00:11:24: MS-Warrior.

00:11:25: Wie oft lese ich das als Hashtag?

00:11:27: Benutze es selber.

00:11:28: Eigentlich total bekloppt, wenn wir so drüber nachdenken.

00:11:31: Wen bekämpfen wir denn da?

00:11:35: Receiving ist kein Luxus, ja?

00:11:38: Es ist Regulation.

00:11:40: Und das ist Erwachsen.

00:11:43: Wie gesagt, ich habe selbst lange, lange, lange

00:11:45: geglaubt, stark sein heißt, alles alleine zu tragen.

00:11:48: Und das hat mich an meine äußerste Grenze

00:11:51: gebracht.

00:11:52: Mit der MS, auch mit der Familie, mit

00:11:56: meinem ganzen Umfeld, ja?

00:12:00: Aber Heilung beginnt eben nicht im Kampf.

00:12:04: Heilung beginnt im Weicherwerden, im Zulassen zu empfangen.

00:12:11: Und wenn ich dir eins noch sagen darf,

00:12:16: dann würde ich dir vorschlagen, dich einfach weiter

00:12:20: zu beobachten.

00:12:22: Beobachte dich mal heute einen ganzen Tag lang

00:12:24: oder auch morgen, je nachdem wann du das

00:12:26: hörst.

00:12:28: Wo drückst du, statt zu pausieren?

00:12:31: Wo sagst du, ach, das geht noch, das

00:12:33: mache ich noch schnell.

00:12:35: Obwohl dein Körper schon längst gemerkt hat, dass

00:12:37: du eigentlich dich mal hinsetzen solltest für eine

00:12:39: halbe Stunde.

00:12:41: Wo sagst du automatisch, ah, ich mache das

00:12:43: schon, weil dich eine Freundin bittet, ein Geschenk

00:12:49: für den Geburtstag von einer anderen Freundin zu

00:12:52: besorgen, du aber eigentlich nicht mehr weißt, wie

00:12:54: du noch zum Geschäft kommen sollst, weil du

00:12:57: so k.o. bist.

00:12:58: Ach, ich mache das schon.

00:13:00: Und auf der anderen Stelle, schau doch bitte

00:13:02: mal, wo könntest du ein kleines bisschen empfangen.

00:13:07: Vielleicht eine Hilfe, vielleicht einfach Ruhe oder ein

00:13:12: Kompliment.

00:13:16: Denn das ist kein Kontrollverlust.

00:13:18: Das ist neuronale Neuausrichtung.

00:13:26: Und wenn wir heute das Survival hinterfragen, dann

00:13:28: dürfen wir in der nächsten Folge das Vertrauen

00:13:32: vertiefen.

00:13:34: Und noch mal zum Abschluss, du musst nicht

00:13:36: kämpfen, um gehalten zu werden.

00:13:38: Das muss ich auch auf ganz, ganz, ganz,

00:13:40: ganz bittere und lange Art und Weise lernen.

00:13:43: Und ich bin auch immer noch dabei, dass

00:13:45: ich empfangen darf.

00:13:46: Dass ich nicht der tolle Mensch nur bin,

00:13:49: wenn ich hassele, wenn ich alles selber kann,

00:13:51: wenn ich mache.

00:13:53: Die Macherin, ja cool, ich war immer eine

00:13:55: Macherin.

00:13:58: Vielleicht bist du das ja auch.

00:13:59: Darfst du auch bleiben, trotzdem darfst du empfangen.

00:14:03: Denn wir sind beides, Yin und Yang.

00:14:06: Ich freue mich auf nächste Woche, wenn du

00:14:09: wieder einschaltest beim Way2Wellness.

00:14:12: Alles Liebe für dich.

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